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Follow-Up Befragung von BrustkrebspatientInnen 12 Monate nach der primären Brustkrebsoperation

Projektleitung

Prof. Dr. Holger Pfaff

Projektdurchführung

Dr. Antje Dresen (Leitung der Abteilung Medizinsoziologie)
Dr. Susan Lee (operative Projektleitung)
Markus Alich (administrative Projektleitung)
Natalia Cecon (Doktorandin)

Projektlaufzeit

02/2018 - 01/2019

Projektbeschreibung

Hintergrund

Durch die höheren Überlebensraten und die Weiterentwicklung der therapeutischen Möglichkeiten in der Onkologie können BrustkrebspatientInnen früher in ihr altes Leben zurückkehren. Heute stellen sich onkologische Erkrankungen jedoch zu einem großen Teil als chronische Erkrankungen dar und daher wird Patient Reported Outcomes (PRO) eine zentrale Stellung in Patientenbefragungen eingeräumt. Die Messung von PRO ist während und nach der Behandlung von Bedeutung, um die Erfahrungen und Meinungen der PatientInnen in diesem Kontext zu erheben. Gerade vor dem Hintergrund, dass PRO und die Lebensqualität nach der Krebserkrankung immer mehr an Bedeutung gewinnen, scheint das Vorhaben von großer Relevanz zu sein.

Ziel

Ziel des Projektvorhabens ist es, Kenntnisse über PRO bei BrustkrebspatientInnen 12 Monate nach der Brustoperation zu erlangen. PatientInnen, die an der PatientInnenbefragung der NRW Brustzentren teilgenommen haben, sollen 12 Monate nach der OP erneut vom Institut für Medizinsoziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft (IMVR) der Universität zu Köln befragt werden. Diese quantitative, postalische Befragung soll den Gesundheitszustand, Informationsbedarfe und PRO der PatientInnen erfassen. Anhand der erhobenen Daten sollen Aussagen über die physische und psychische Lebensqualität und über den subjektiv empfundenen Gesundheitszustand 12 Monate nach der OP abgeleitet werden. Des Weiteren erhofft sich die Arbeitsgruppe durch das Studiendesign Vergleichsdaten zwischen der ersten (poststationär) und zweiten Befragungswelle (12 Monate nach der OP) zu generieren, um so Veränderungen im Zeitverlauf analysieren zu können.

Methode

Das Einverständnis zur Teilnahme an der Nachbefragung 12 Monate nach der OP wird zusammen mit dem Einverständnis zur jährlich durchgeführten PatientInnenbefragung in den NRW Brustzentren erhoben. Im Falle der Einwilligung wird 12 Monate nach der OP ein standardisierter Fragebogen mit einem adressierten und frankierten Rückumschlag an die PatientInnen geschickt, mit der Bitte den Fragebogen innerhalb der nächsten zwei Wochen auszufüllen und an das IMVR zurückzusenden. Um die Daten mit der ersten PatientInnenbefragungsdaten verknüpfen zu können, erhalten die PatientInnen eine Identifikationsnummer. Diese ist auf den Fragebogen versehen. Die Befragung erfolgt wie auch bei der PatientInnenbefragung in den NRW Brustzentren in Anlehnung an die Total Design Method nach Dillman. Die Daten werden anschließend im IMVR erfasst, qualitätsgesichert und ausgewertet.

Ergebnistransfer

Die Leiter der operativen Standorte der Brustzentren erhalten die Daten in Form eines Ergebnisberichts.

Die Ergebnisse können aus der klinischen Perspektive der Brustzentren dazu dienen, den Behandlungserfolg sowie Symptome im Zeitverlauf zu beobachten, um so die Qualität der Versorgung der BrustkrebspatientInnen, die in einem NRW-Brustzentrum operiert wurden, zu verbessern.