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Value Stream Mapping in Brustzentren – Ein Lösungsansatz zur Optimierung des Entlassungsprozesses „VaMB“

Wissenschaftliche Projektleitung:

Dr. Ute Karbach

Operative Projektleitung:

Marina Nowak

Projektmitarbeiter:

Kerstin Dittmer

Kooperationspartner:

Prof. Dr. Martin Hellmich, Christina Samel (Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie der Universität zu Köln)

Hilde Schulte (Frauenselbsthilfe nach Krebs Bundesverband e.V.)

Prof. Dr. Rita Schmutzler (Zentrum Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Uniklinik Köln)

Projektlaufzeit:

05/2017 - 04/2020

Projektförderung:

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)

Kurzbeschreibung:

Die Entlassung von Brustkrebspatientinnen aus den Brustzentren muss für eine nahtlose Behandlungsübernahme durch niedergelassene Ärzte gut vorbereitet sein. Häufig kommt es im Entlassungsprozess jedoch zu unnötigen Wartezeiten in den Brustzentren. Patientinnen bewerteten diesen Prozess eher schlecht. Auch für die beteiligten Mitarbeiter ist dieser Prozess herausfordernd.

Mithilfe des Value Stream Mappings wird der Entlassungsprozess optimiert. Diese Methode stellt komplexe Arbeitsprozesse bildlich dar und soll helfen, die Entlassung effizienter und wertschöpfender zu gestalten. Ein zusätzlicher Wert für die Patientinnen könnte z.B. eine Nachsorgeberatung im Brustzentrum sein.

Forschungsfrage: Das vorliegende Forschungsvorhaben geht der Frage nach, inwieweit mit Hilfe des Value Stream Mappings der Entlassungsprozess in Brustzentren optimiert werden kann. Das Projekt hat das Ziel, die Methode des Value Stream Mappings mit Anwendung auf den Entlassungsprozess in BZ zu evaluieren. Dabei soll der Entlassungsprozess im Alltag optimiert werden.

Vier zertifizierte BZ aus Nordrhein-Westfalen bilden Projektteams. Sie bestehen aus mindestens einem Vertreter aller am Entlassungsprozess beteiligten Gruppen (z.B. Verwaltung, Pflege, Ärzte). Gemeinsam mit einem geschulten Facilitator wird der Entlassungsprozess visualisiert. Das Projektteam analysiert das Diagramm gemeinsam mit einer Patientinnen-Vertretung. Die für die Entlassung benötigte Zeit wird bestimmt, Abläufe werden hinterfragt und Ursachen fehlender Wertschöpfung identifiziert. Im nächsten Schritt optimiert das Team den Entlassungsprozess und stellt ihn erneut durch ein Diagramm dar. Anschließend wird der neue Prozess implementiert.

Es handelt sich um ein Prä-Post-Follow-up-Studiendesign. Vor Anwendung der Intervention, direkt nach der Umsetzung der Optimierungen und sechs Monate später wird der Entlassungsprozess in allen teilnehmenden BZ überprüft. Für die Erfolgskontrolle werden Zeitmessungen und Befragungen von Patientinnen und Mitarbeitern (Fragebogen) der BZ durchgeführt. Zur Auswertung werden deskriptive und inferenzstatistische Methoden wie Prä-Post-Vergleiche und Subgruppenanalysen angewandt.