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Integrierte, sektorenübergreifende Psychoonkologie (isPO)

Wissenschaftliche Leitung der externen Evaluation

Prof. Dr. Holger Pfaff

Dr. Nadine Scholten

Dr. Antje Dresen

Operative Projektleitung

Dr. Imke Jenniches

Operative Projektdurchführung

Natalia Cecon

Sandra Salm

Federführende Institution

Prof. Dr. Michael Hallek, Klinik I für Innere Medizin, Uniklinik Köln

Konsortialführung

PD Dr. Michael Kusch, Klinik I für Innere Medizin & LebensWert e.V., Uniklinik Köln

Konsortial- & Kooperationspartner

Prof. Dr. Alexander Gerlach, Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität zu Köln

Prof. Dr. Ullrich Graeven, Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.

Prof. Dr. Stephanie Stock, Institut für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie, Uniklinik Köln

Prof. Dr. Martin Hellmich, Institut für Medizinstatistik und Bioinformatik, Uniklinik Köln

Prof. Dr. Peter Haas, Medizinische Informatik, Fachhochschule Dortmund

Prof. Dr. Jürgen Wolf, Centrum für Integrierte Onkologie Köln Bonn

Uwe Schwarzkamp, LebensWert e.V.

PD Dr. Marcel Reiser, Praxisgemeinschaft Internistischer Onkologie und Hämatologie, Köln

Dr. Christina Hecker, Qualitätszirkel Dermato-Onkologie Köln

Ralf Rambach, Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e.V.

AOK Rheinland/Hamburg

BARMER

Techniker Krankenkasse, Landesvertretung NRW

Projektlaufzeit

10/2017 - 09/2021

Projektförderung

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)

Kurzbeschreibung

Jährlich erkranken über 420.000 Menschen in Deutschland neu an Krebs. Davon leiden etwa 20% bis 30% an komorbiden psychischen Störungen und ca. 50% unter Ängsten und Depressionen zum Diagnosezeitpunkt und im Therapieverlauf.

Obwohl eine in die medizinische Versorgung integrierte und sektorenübergreifende psychoonkologische Versorgung national wie international als Standard gilt, ist diese in Deutschland nicht realisiert. Lediglich 9% von 6.000 befragten Krebspatienten geben an, im Krankenhaus psychoonkologisch betreut worden zu sein und nur 3%, eine Krebsberatungsstelle aufgesucht zu haben.

Das Projekt isPO zielt darauf ab, ein psychoonkologisches Versorgungsprogramm zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. Dazu werden die Strukturen, Prozesse und Ergebnisse der Versorgung beschrieben, die Leistungserbringung transparent und nachprüfbar dokumentiert sowie Maßnahmen der Qualitätssicherung durchgeführt.

Konkretes patientenbezogenes Versorgungsziel ist, wiederholt auftretende akute psychische Beanspruchungsreaktionen wie Ängste und Depressionen von Krebspatienten innerhalb des ersten Jahres nach Erstdiagnose zu reduzieren. Die Versorgung eines Patienten beginnt somit zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose und wird über einen Zeitraum von 12 Monaten sektorenübergreifend erbracht. Dies soll mittels koordinierter, individualisierter psychoonkologischer Unterstützung und Patienteninformationen im Ballungsraum Köln und drei ländlichen Regionen in NRW geschehen. Über ärztlich geleitete Versorgungsnetzwerke wird realisiert, dass ein Krebspatient – je nach persönlichem Bedarf – psychosozial und/oder psychotherapeutisch begleitet wird.

Das IMVR übernimmt als isPO-Kooperationspartner die unabhängige Evaluation zur Überprüfung der Wirksamkeit und Qualität des Versorgungsprogramms. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt als prospektive, formative und summative Evaluation. Hierbei werden Dokumentenanalysen, qualitative und quantitative Befragungen mit Patienten, Leistungserbringern und sonstigen potentiellen Nutzern des isPO-Programms sowie Analysen von GKV-Routinedaten durchgeführt.