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Ambulante parenterale Antibiotikatherapie in der Kölner Metropolregion (K-APAT)

Wissenschaftliche Leitung des Teilprojekts

Prof. Dr. Holger Pfaff

Dr. Nadine Scholten

Projektdurchführung (Projektteil IMVR)

Sophie Peter

Charlotte Oberröhrmann

Konsortialführung

PD Dr. Clara Lehmann, Prof. Dr. Fätkenheuer, Klinische Infektiologie, Klinik I für Innere Medizin, Uniklinik Köln

Konsortialpartner

Prof. Dr. Martin Hellmich, Institut für Medizinische Statistik, Informatik und Epidemiologie, Universität zu Köln
Peter Ihle, PMV Forschungsgruppe, Universität zu Köln

Kooperationspartner

AOK Rheinland/Hamburg
BARMER
pronova BKK
DAK-Gesundheit
Dr. Gillor, MVZ Innere Medizin
Drs. Stechel und Juretzko
Drs. Kümmerle, Voigt und Wyen, Praxis am Ebertplatz
Dr. Scholten, Praxis Hohenstaufenring
Drs. Isernhagen, Qurishi und Römer, Gemeinschaftspraxis Gotenring
Prof. Dr. Holtmeier, Krankenhaus Porz am Rhein gGmbH
Prof. Dr. Reuter, Klinikum Leverkusen gGmbH
Prof. Dr. Oette, Krankenhaus der Augustinerinnen gGmbH
Prof. Dr. Seifert, Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, Uniklinik Köln

Projektlaufzeit

04/2019 - 03/2022

Projektförderung

Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA)

Projektbeschreibung

Bei zahlreichen Infektionen werden Antibiotika als Infusion direkt in den Blutkreislauf gespritzt. Das geschieht in Deutschland klassischerweise im Krankenhaus. Bei der sogenannten APAT hingegen werden Antibiotika zu Hause durch die Patient*innen selbst oder eine Betreuungsperson verabreicht. So können die Patient*innen in der vertrauten Umgebung bleiben und ihren Alltag wie gewohnt leben. Trotz dieser und weiterer Vorteile wird die APAT in Deutschland bisher nur selten durchgeführt.

In diesem Projekt sollen die Durchführung und Praktikabilität einer APAT systematisch überprüft werden – und zwar modellhaft am Beispiel der Kölner Metropolregion. Im ersten Teil der Studie sollen Patient*innen mit einer Infektion durch eine APAT versorgt und beobachtet werden. Die dabei erfassten Daten sollen Aufschluss insbesondere über den Behandlungserfolg sowie die Zufriedenheit von Patient*innen und behandelnden Ärzt*innen geben. Den niedergelassenen Ärzt*innen kommt bei der APAT eine Schlüsselrolle zu. Ihre gegenwärtige Einstellung zu dieser Therapieform soll daher im zweiten Teil der Studie durch eine umfängliche Befragung erfasst werden. In einem weiteren Arbeitspaket soll schließlich die aktuelle Versorgungssituation und somit die Relevanz der APAT untersucht werden. Daten von Versicherten aus der Kölner Metropolregion werden über die CoRe-Net Datenbank unter medizinischen, epidemiologischen und ökonomischen Gesichtspunkten ausgewertet und analysiert.

Das IMVR übernimmt die Evaluation der APAT sowie die Befragung der niedergelassenen Hausärzt*innen in Köln. Die Patientenzufriedenheit wird zunächst mithilfe einer quantitativen Befragung erhoben, an die sich im Nachgang eine qualitative Ergründung von Aussagen anschließt. Die Zufriedenheit der Versorger*innen wird mithilfe von Fokusgruppen erfasst. Auf Basis der Ergebnisse wird ein Fragebogen entwickelt, mit dem niedergelassene Hausärzt*innen hinsichtlich ihrer Bereitschaft an der Teilnahme von APAT und der Implementierungshürden befragt werden.

Im Erfolgsfall soll das Projekt helfen, das Potential der APAT für Deutschland zu identifizieren. Lassen sich in der Kölner Metropolregion positive Effekte wie auch die Machbarkeit zeigen, könnte die APAT für bestimmte Patienten eine wichtige Therapieoption mit vielen Vorteilen werden. Die Erkenntnisse aus dieser Studie sowie entwickelte Konzepte und Strukturen können später bundesweit übertragen werden.