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ENROLE-Acute - Expanded nursing roles for person-centered care for people with cognitive impairment in acute care

Wissenschaftliche Leitung des Teilprojekts

Prof. Dr. Holger Pfaff

Dr. Nadine Scholten

Projektdurchführung (Projektteil IMVR)

Sophie Peter

Konsortialführung

Martin Dichter, Ph.D (IfP)
Prof. Dr. Sascha Köpke (IfP)

Konsortialpartner+innen

Prof. Dr. Stephanie Stock (IGKE)
Prof. Dr. Martin Hellmich (IMSB)

Kooperationspartner*innen

Uniklinik Köln
Universität Lübeck

Projektlaufzeit

03/2021 - 02/2024

Projektförderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektbeschreibung

Jede/r zweite Krankenhauspatient*in ist älter als 60 Jahre. Dadurch bedingt nimmt die Anzahl an kognitiv beeinträchtigten Patient*innen im Krankenhaussetting zu. Der Krankenhausaufenthalt und damit verbundene Behandlungen werden von Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen oft als negativer Stress empfunden. Pflegefachpersonen können die Versorgung von Personen mit kognitiven Beeinträchtigungen als körperlich und geistig anstrengend und belastend empfinden.  Zudem kommt es zu einer unzureichenden Versorgung, z.B. durch nicht erkannte Schmerzen. Mögliche Folgen sind, neben Komplikationen (bspw. Stürze, herausforderndes Verhalten und Delir), die zu verlängerten Krankenhausaufenthalten führen können. Eine person-zentrierte Versorgung ist ein vielversprechendes Versorgungsmodell, um den Bedürfnissen von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in der Krankenhausversorgung gerecht zu werden. Change Agents in der direkten Versorgungspraxis können helfen, person-zentrierte Versorgungsansätze erfolgreich im Setting Krankenhaus zu etablieren.

Darauf aufbauend verfolgt das Projekt „Expanded nursing roles for person-centered care for people with cognitive impairment in acute care” (ENROLE-Acute) folgende Ziele: Zunächst erfolgt die Entwicklung einer person-zentrierten Versorgungintervention basierend auf erweiterten pflegerischen Rollen in der Krankenhaus-Akutversorgung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigung. Diese person-zentrierte Versorgung wird darauffolgend im Rahmen einer cluster randomisierten kontrollierten Studie umgesetzt und evaluiert.

Das IMVR übernimmt die Prozessevaluation der person-zentrierten Versorgung Hier sind beispielsweise Befragungen der interdisziplinären Teams und Patient*innen mit kognitiven Beeinträchtigungen der teilnehmenden Stationen geplant. Außerdem werden die Patient*innen ebenfalls mit einer Basiserhebung, mehreren Follow-up-Fragebögen und Einzelinterviews befragt.

Ziel des Projektes ist es, längere Krankenhausaufenthalte, herausforderndes Verhalten, Delirium und Schmerzen seitens der Patient*innen mit kognitiven Beeinträchtigungen sowie Belastungen des Pflegepersonals zu verringern bzw. zu vermeiden.